Donnerstag, 25. November 2010

Bevölkerung Taiwans

Die Bevölkerung Taiwans wuchs im Juli 2010 auf 23 Millionen Bürger, wovon 3,5 Millionen in der Hauptstadt Taipeh leben. Diese soll in den nächsten Jahren auf 7 Millionen Einwohner  anwachsen.

Bevölkerung Taiwans
Die Bevölkerungsdichte

Die Bevölkerungsdichte Taiwans ist mit 639 Einwohnern pro Quadratkilometer die dritthöchste aller Flächenstaaten weltweit.

Ethnische Gruppen

84 Prozent sind Taiwanesen, davon etwa 70 Prozent Hoklos und 14 Prozent Hakka, 14 Prozent Festlandchinesen und nur 2 Prozent Ureinwohner „yuanzhu min“, die aus 14 Stämmen bestehen und im Osten leben.

Die ersten Siedler kamen bereits vor über 12.000 Jahren aus Australien und Polynesien auf die Insel Taiwan.  

Ureinwohner Taiwans

14 verschiedenen Ureinwohnervölker mit australo-polynesischem Hintergrund existieren mit folgender Bevölkerungszahl (Quelle Taipeh International Floa Expo):
  • Ami: 186.000
  • Paiwan: 89.400
  • Atayal: 80.966
  • Bunun: 52.112
  • Truku: 36.372
  • Puyuma: 12.089
  • Rukai: 12.006
  • Sediq: 6.836
  • Tsou: 6.787
  • Saisyat: 5.959
  • Yami: 3.857
  • Kavalan:
  • Thao: 698
  • Sakizaya: 496
Ami, Atayal und Paiwan als größte Gruppen sind hauptsächlich im Ostteil der Insel und in den Bergregionen angesiedelt.

1984 entstand eine Bewegung der Ureinwohner, um sich verstärkt für die Rechte der ursprünglichen Einwohner der Insel einzusetzen.

Verschiedene Verfassungsänderungen und die Gründung einer eigenen ministeriellen Behörde (Council of Indigenous Peoples CIP) nahmen sich erstmals der Rechte der Ureinwohner an.

2005 folgte ein Ureinwohnergesetz zum Schutz der autonomen Weiterentwicklung und dem Erhalt der Sprache.

Ein eigener Fernsehsender, Taiwan Indigenous TV, entstand am 1. Dezember 2004. Er widmet sich den Belangen der Ureinwohner, soll das Kulturerbe und die Traditionen bewahren und den jüngeren Generationen zugänglich zu machen.

Chinesen


Die Zuwanderung vom chinesischen Festland begann 2.500 vor unserer Zeitrechnung und hielt bis zum 16. Jahrhundert an. Die meisten Zuwanderer stammen aus der Region Fujian und Guangdong. Mit der Zuwanderung begann die Unterdrückung der Ureinwohner.

1949 flohen etwa 2 Millionen chinesische Nationalisten von China nach Taiwan und errichteten eine Militärdiktatur unter dem General Chiang Kai-Shek (Tschiang Kai-schek). Es wurde die „Republik China" gegründet, die Chiang Kai-Shek bis zu seinem Tod 1975 diktatorisch regierte. Den Herrschaftsanspruch auf ganz China hielt Chiang Kai-Shek zu dieser Zeit weiterhin aufrecht. Das ausgerufene Kriegsrecht wurde erst 1987 aufgehoben.

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